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Wer wir sind

Wer sind wir? Schwierige Frage. Manchmal scheint es, als wüssten wir selber nur wenig über uns. Gerade die Forschungen zum "autobiografischen Gedächtnis" lassen vermuten, dass es sich um ein recht kreatives Organ, weniger jedoch um einen zuverlässigen Informationsdienst handelt. Es sind Geschichten die wir anderen über uns erzählen und uns selber auch. Geschichten mit verschiedenen Zielen. Sie sollen etwas erklären und unserem Gegenüber Bilder vermitteln, am besten sympathische, die uns dann etwas ermöglichen, ein "Aufgenommen-werden", "Mitschwingen", "good-boy-nice-girl-sein", Wärme etc. Es geht auch um Macht. Macht im Sinne etwas "machen" zu können. Wer keine "schönen Geschichten" bieten kann, wer sich der Illusion des Autonomen Individuums hingibt, wer sich weigert "mitzumachen" beim "Wir alle spielen Theater", allen "Rollen" zu entkommen versucht, wird nicht nur sich und anderen eine sehr absurde Rolle bieten, solanger er die Hoffnungslosigkeit eines solchen Unterfangens nicht verinnerlicht hat, sondern auch die Macht-losigkeit spüren, die damit verbunden ist ohne andere leben zu wollen.

Darin sehen wir kein Problem. Es macht aber einen Unterschied welche Geschichten wir uns erzählen und welche Auswirkungen diese auf unser Denken und unsere Handlungen haben. Und es gibt einen Unterschied zwischen den nicht selten grotesk lächerlichen Inszenierungen in Politik, Industrie, Hochglanzzeitschriften, bei Familienfesten etc. sowie dem Versuch "vitale" Entürfe des indiviuellen und gesellschaftlichen zu versuchen.

Hier also unsere (möglichen) Geschichten. Sie sind nicht willkürlich. Wir nehmen sie ernst. Wir versuchen wahrhaftig zu sein. So schwierig das ist, so unzulänglich das möglicherweise bleibt. Es bleiben Ausschnitte. Mit Widersprüchen. Hilfreich sind sie. So unsere Hoffnung.

Eitel von Maur



Letzte Änderung: 18. Februar 2013, EvM